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Warm-Up: Darum ist es so wichtig

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Rekorde brechen, leistungsfähig bleiben oder abnehmen. Für viele sind das erstrebenswerte Ziele, sich täglich in Fitnessstudios oder über Laufstrecken zu schinden. Lobenswert, doch nicht ungefährlich! Vernachlässigt man das richtige Aufwärmen bei Gymnastik und leichtem Joggen, kommt es schnell zu Verletzungen. Statt mehr Kraft und Ausdauer sind Schmerzen, mitunter ein Krankenhausaufenthalt angesagt.

junge frau mit gymnastikball

Der Körper will angekurbelt werden

Ihr Körper braucht seine Zeit, bis er auf Touren kommt – bis er physische und psychische Höchstleistungen vollbringen kann. Sofort schwere Gewichte stemmen oder mit einem Zehnkilometerlauf beginnen, kann unter bestimmten Umständen sogar tödlich sein. Ohne, dass sich der gesamte Kreislauf und Stoffwechsel langsam auf die bevorstehende Belastung vorbereitet, läuft nichts. Bringen Sie deshalb Ihren Körper zunächst auf die richtige „Betriebstemperatur“ von 39° Celsius. Auch der Puls sollte, bevor Sie scharf starten, 120 bis 140 Mal in der Minute schlagen. Sie erhöhen damit Ihre Durchblutung und verbessern die Aufnahme von Sauerstoff sowie dessen Ausnutzungsgrad. Muskeln werden geschmeidig und Gelenke mit dem nötigen „Schmiermittel“ versorgt. Selbst geistig sind Sie gewappnet, denn Ihr Gehirn schaltet automatisch von Ruhe auf Action.

Lockere Übungen schützen vor Verletzungen

Warm-up für das eigentliche Training heißt, zumindest 5 bis 10 Minuten lockere Übungen auszuführen. Beginnen Sie gemächlich, schließlich will sich der Körper Schritt für Schritt an die härtere Gangart gewöhnen. Starten Sie beispielsweise mit schnellem Gehen oder lockerem Lauf. Danach wechseln Sie zur Gymnastik. Sehnen und Muskeln werden dadurch elastischer. Trimmen Sie vor allem jene Muskeln, die anschließend besonders belastet werden. Auf keinen Fall dürfen Sie Ihren Körper im kalten Zustand heftig dehnen. Rasch ziehen Sie sich auf diese Weise eine Zerrung oder gar einen Muskelfaserriss zu. Die Dauer der Aufwärmphase bestimmen Sie selber. Ältere und Untrainierte brauchen etwas länger.

Körper und Geist gemeinsam vorbereiten

Ohne intensives Aufwärmen gibt es keinen gesunden Sport! Wer meint mit Gels, warmen Duschen oder Massagen bereits genug getan zu haben, irrt gewaltig! Bestenfalls erwärmt man die Haut und lockert verspannte Muskeln. Vielmehr können Körper und Geist hohe Belastungen im Zusammenspiel erst nach gründlichem Warm-up verkraften. Nur so und nicht anders werden wirksame Effekte erzielt!

Bild: Oliver Flörke – Fotolia

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