Ernährung

Gutes Fleisch vom Discounter – gibt’s das?

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Fleisch ist heute Massenware – und gerade Discounter unterbieten sich mit ihren extrem niedrigen Preisen. Kein Wunder, dass immer wieder Fragen auftauchen: Wie steht es um die Qualität? Kann denn überhaupt so günstiges Fleisch konkurrieren mit dem Angebot vom Metzger?

Wir essen fast 750 Tiere

Stolze 748 Tiere verzehrt ein Deutscher im Laufe seines Lebens (80 Jahre) – und zwar 45 Schweine, drei Rinder, drei Schafe, 661 Hühner, 31 Enten sowie fünf Gänse! Die wenigsten von uns können sich nur ausgesuchte Metzger-Ware leisten, zumindest ein großer Teil unseres Fleisches stammt also aus dem Supermarkt beziehungsweise vom Discounter. Schlagzeilen über Antibiotika im Fleisch und wenig artgerechter Tierhaltung verunsichern aber auf der anderen Seite immer wieder die Verbraucher.

Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass auch Kunden von Aldi und Lidl Qualität wünschen: 90 Prozent der Befragten machen sich Gedanken über die Herkunft des Fleischs. Koteletts und Schnitzel sollen aus artgerechter Haltung kommen, nicht durch Gentechnik manipuliert werden und von hoher Qualität sein. 85 Prozent der Umfrageteilnehmer würden dafür sogar fünf Euro mehr pro Kilo bezahlen.

Neue Kundenbedürfnisse im Blick

Die Discounter ihrerseits stellen sich auf die gestiegenen Kundenbedürfnisse ein: So bietet Aldi Süd seinen Kunden die Möglichkeit, bei Fleischprodukten, die mit dem Aufkleber „Fleisch-Herkunft“ gekennzeichnet sind, deren Ursprung zurückzuverfolgen. Aldi Nord verkauft keine Eier aus Käfighaltung und will mit der „Initiative Tierwohl“ beim Kunden punkten. Und bei Lidl sind seit 2017 Fleischprodukte mit dem Label „Ohne Gentechnik“ im Angebot, dazu setzt der Discounter beim Einkauf verstärkt auf regionale Quellen. Im Norden der Bundesrepublik zum Beispiel kommen viele Fleisch- und Wurstprodukte von Schwarz Cranz, einem Familienbetrieb aus Neu Wulmstorf bei Hamburg.

So erkenne ich hochwertiges Fleisch

Fleisch- und Wurstwaren vom Discounter sind in der Regel luftdicht und unter Schutzatmosphäre verpackt – das macht sie länger haltbar als Ware vom Metzger. Aber auch verpacktes Fleisch lässt sich optisch beurteilen:

  • Farbe und Aussehen: Rindfleisch sollte dunkelrot aussehen und eine gleichmäßige Marmorierung aufweisen. Gutes Schweinefleisch kommt zartrosa daher und keinesfalls blass oder wässrig wirkend. Weist das Fleisch eine gräuliche Verfärbung auf, besser liegen lassen!
  • Oberfläche: Die Oberfläche von Rind- und Schweinefleisch sollte glatt und trocken aussehen. Wirkt sie schmierig, könnte sie von Bakterien befallen sein.

Bildquelle: Thinkstock, 180096215, iStock, aI62

 

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