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Fitness 2.0.: Wie Apps und Tools unser Training verändern

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Unsere Gesellschaft unterliegt dem permanenten Wandel. Neue Trends lassen Monat für Monat die Präferenzen einer ganzen Generation rotieren, Ernährungstipps werfen regelmäßig die Essgewohnheiten um und das körperliche Bewusstsein hat eine erhebliche Bedeutung in unserem digitalisierten Alltag eingenommen. Fit sein ist keine Frage der Motivation, sondern eine Frage der Technik.

Es ist kurios: Anfang 2000 ließen sich Skeptiker noch zu Aussagen hinreißen, dass die bevorstehende Technologisierung und die Zunahme an digitalen Alltagshelfern, die Menschen träge und müde machen werden. Bewegung wäre kaum noch vorhanden und Roboter übernehmen die Aufgaben, für die die Menschheit keinen Finger mehr krümmt. Fast 20 Jahre später wird erleichtert ausgeatmet.

Die düstere Vision, wie sie beispielsweise Disneys Animationsfilm „Wall-E“ einst zeichnete, ist nicht eingetreten. Die digitale Entwicklung ist vorangeschritten, doch der Trend der körperlichen Bewegung hat sich in das gegenteilige Extrem gewandelt. Zwar werden Jobsuchen vorwiegend nur noch online vorgenommen, aktuelle Filme werden per Streaming nach Hause geliefert statt im Kino begutachtet und der Gang ins Casino wurde dank vielfältiger webbasierter Anwendungen abgelöst, doch für die sportliche Ertüchtigung muss der Mensch noch selbst ran. Je mehr digitale Unterstützer den Markt fluten, umso mehr wird trainiert. Fitnesstrackern, digitalen Analysetools mit Echtzeitverarbeitung und Kalorienzählern sei Dank.

Meter für Meter

Auf das eigene Köpergefühl zu achten, war nie so einfach. Glaubt man den Werbeversprechen der Branche, kann jeder Mensch mit etwas Bewegung Pfunde problemlos verlieren und seine Ernährung umstellen. Zwar ist der Motor für jeden Erfolg immer noch die eigene Motivation, doch die sportlichen Helfer, um die sich eine ganze Industrie aufgebaut hat, zwingt den inneren Schweinehund in die Knie.

Gelaufene Strecken, die Anzahl der Schritte und ein ständiges Überwachen des Pulses liefern die Daten, die Trainierenden sofortiges Feedback geben und erläutern, wie die geleistete Trainingsstunde bewertet werden kann. Besonders für temporäre Sportler ein nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel: Wo die eigene Motivation schläft, zeigen die unumstößlichen Zahlen, was Sache ist. Vor dieser Wahrheit kann kein User flüchten. Nur 400 von 1.000 Schritten am Tag gelaufen? Laufschuhe an und weiter geht es.

Auswertungen fördern Motivation

Es ist die permanente Challenge mit dem eigenen Ich. Früher reichte es aus, auf seinen Körper zu hören, um den Wohlfühlmodus zu erreichen. Heute geben Angaben über verbrannte Kalorien und Pulsfrequenzen die Marschrichtung vor. Es ist eine Abhängigkeit entstanden, die kritisch gesehen werden kann. Dennoch hat es eine ganze Generation dazu gebracht, Sport als Trend und hippe Freizeitbeschäftigung wiederzubeleben. Stickige Turnhallen und langweilige Kurse sind Schnee von gestern.

Wer koppelt und synchronisiert, hat mehr von seinem Körper. Zu wissen, welche Fortschritte gemacht wurden, wirkt sich positiv auf den bestehenden Trainingsplan aus. Neue Ziele werden definierter gesteckt und die ständige Gewichtskontrolle auf der Waage wird zur Nebensächlichkeit degradiert. Wichtiger ist, wie sich Anteile von Körperfett und Muskelmasse bei gleichem Gewicht verteilen. Tiefergehende Analysen lassen die Komplexität der eigenen Fitness anschaulicher erscheinen, in denen sich Entwickler und Grafiker auch technisch austoben können. Den Endverbraucher freut es: Fitness wird als spielerische Freizeitbeschäftigung gesehen mit positivem Effekt für Körper und Geist.

Bild: pixabay.com, Pexels, 1867757

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