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Die Augen als Mittel der Kommunikation

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Patienten, die im fortgeschrittenen Stadium der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) unter dem Locked-in-Syndrom (LIS) leiden, bleiben mitunter nur noch ihre Augen als Kommunikationsmittel. Möglich macht das Eye-Tracking Technologie. Wie beim wohl populärsten ALS-Patienten Stephen Hawking steuern die Bewegungen der Augen einen Computer, der von Betroffenen zur Kommunikation genutzt werden kann.

"Ohne die Technik des Eye-Trackings war es bisher nur möglich, Suggestivfragen, also so genannte Ja-Nein-Fragen zu stellen, die durch Augenblinzeln oder durch indirekte Befragung der Angehörigen beantwortet werden konnten. Beides stellt keine unabhängige Befragung dar", sagt Andreas Hermann vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Diese weitaus bessere Möglichkeit der Kommunikation hat auch gezeigt, dass die Betroffenen ihre eigene Lebensqualität oftmals höher einstufen, als Angehörige vermutet hätten.

"Das bedeutet, dass selbst die nächststehenden Angehörigen die eigentlichen Gefühle und Meinungen der Patienten falsch einschätzen", erklärt Studienleiter Prof. Hermann. "Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir als Behandler bei lebenserhaltenden oder -verlängernden Maßnahmen auch oder gerade LIS-Patienten selbst befragen müssen und uns nicht auf den mutmaßlichen, durch die Angehörigen geäußerten Willen, verlassen dürfen".

Fotocredits: Uniklinikum Dresden

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