Trainingsmethoden

Stretching für Fußballer

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Ist Stretching für Fußballer ebenso wichtig, wie für jeden anderen Sportler? Stretching (to stretch) heißt dehnen oder strecken und bezeichnet eine sportliche Übungsform, wobei die Muskeln angespannt oder entspannt werden. Es dient der Erwärmung und Vorbeugung von Verletzungen.

Ob Stretching nun geeignet ist für Fußballer oder gar im Gegenteil mehr schadet, ist unter Sportwissenschaftlern, Medizinern und Athleten umstritten. Jahrelang galt das Stretching als Teil der Erwärmung und zum Ende der sportlichen Betätigung als Muss, Pflicht oder Last eines jeden Sportlers. So wird man auch in den kommenden Wochen bei der Weltmeisterschaft 2010 beobachten können, wie Fussballer das Stretchun beim Erwärmen integrieren.

Mittlerweile regen sich aber Zweifel.

Stretching für Fußballer

Beim Stretching unterscheidet man zwischen statischem Dehnen und dynamischem Dehnen. Ersteres wurde in den 80er Jahren sehr gehypt, obwohl es noch keine verlässlichen Studien über die Auswirkungen gab. Bei statischem Dehnen wird empfohlen, in einer Dehnposition circa 25 Sekunden lang auszuharren. Dem gegenüber wird die Muskulatur bei der dynamischen Variante im Wechsel gezogen und gelockert (Wippen und Federn). Das dynamische Dehnen wird weich und ohne Tempo durchgeführt und ist schwieriger als das statische Stretching.

Da Fußball eine Sportart mit komplexen Bewegungen ist, wird nur ein leichtes dynamisches Stretching der Beinmuskulatur empfohlen. Wichtiger ist aber wohl ein gutes Aufwärmprogramm mit nur kurzen Stretching-Elementen.

Stretching – Vorteile und Nachteile

Sinn und Zweck des Stretchings ist es, den Bewegungsspielraum der Muskeln zu vergrößern, Verspannungen zu lösen, die lokale Durchblutung in Schwung zu bringen, Muskelgruppen zu koordinieren und Verletzungen vorzubeugen.

Wichtig beim Stretching ist, dass es immer erst nach der Erwärmung (lockeres Ausdauertraining wie Laufen, Radfahren) betrieben werden sollte. Die Verletzungsgefahr ist groß beim Stretchen, wenn Übungen nicht korrekt ausgeführt werden. Es kann zur Überdehnung und zum Muskelriss kommen oder zu langfristigen Verletzungen der Muskeln, Gelenke und Sehnen.

Besser ist es, sich vor dem Sport richtig zu erwärmen und ein kurzes Stretching-Programm durchzuführen. Nach dem Sport muss Stretching nicht unbedingt sein, besser ist auch hier ein Abwärm-Programm oder lockeres Auslaufen beim Fußball. Gut ist immer Wärme, z.B. der Gang in die Sauna oder Massagen. Stretching beugt keinen Muskelkater vor.

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