Muskelaufbau

Muskeln auf Biegen und Brechen – Dopingmittel im Bodybuilding

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Nach Schätzungen des Anabolika-Forschers Luitpold Kistler nehmen 100 Prozent der professionellen Bodybuilder Dopingmittel wie Anabolika, um ihren Körper in die gewünschte Form zu bringen. Doch inzwischen werden die gefährlichen Substanzen auch von Bodybuilding-Amateuren und gewöhnlichen Freizeitsportlern eingenommen. Das Problem: Oft wird Doping totgeschwiegen oder als vollkommen harmlos dargestellt. Doch das ist es mitnichten: Dopingmittel ziehen folgenschwere Veränderungen des Körpers nach sich, die häufig mit risikoreichen Komplikationen einhergehen.

Der Griff zu Dopingmitteln

Kistler ist überzeugt, dass Profi-Bodybuilder ohne Doping nicht auskommen – denn ohne Steroide und Wachstumshormone wären derartige Muskelmassen nicht möglich. Genetische Anlagen bestimmen die Grenze unseres natürlichen Muskelaufbaus – ist diese irgendwann erreicht, hilft selbst ausgiebiges Training nicht mehr, um die Muskeln noch mehr zu vergrößern. Viele Sportler können sich mit diesem Umstand arrangieren und erfreuen sich an der bis dahin erreichten Optik. Anderen wiederum genügt es nicht. Sie greifen an dieser Schwelle zu Dopingmitteln, ohne sich deren Risiken bewusst zu machen – nicht umsonst sind derartige Präparate nur auf dem Schwarzmarkt zu erhalten oder rezeptpflichtig.

Doping: Gesundheitliche Risiken

Wer Dopingmittel einnimmt, muss mit schwerwiegenden Komplikationen rechnen. Werden dann noch verschiedene Präparate kombiniert und in hohen Dosen eingenommen, potenzieren sich die gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen ins Unendliche – der Betroffene kann dann beispielsweise scheinbar unvermittelt an einem Herzinfarkt sterben. Allgemein bekannte Nebenwirkungen sind unter anderem Aggressivität, Herzprobleme sowie Nieren- und Leberschäden. Bei Männern führt der Dopingmittel-Missbrauch zudem häufig zu Impotenz und Unfruchtbarkeit, bei Frauen zu Zyklusstörungen und ebenfalls zu Unfruchtbarkeit. Bereits sechs Monate nach dem ersten Konsum von Steroiden, Hormonpräparaten und Entwässerungsmitteln können irreparable Schäden selbst bei jungen Sportlern auftreten. Problematisch ist, dass viele Konsumenten diese inneren Schäden über lange Zeit kaum oder gar nicht bemerken.

Alternative Natural Bodybuilding

Doch für das Bodybuilding scheint es einen Hoffnungsschimmer zu geben: das Natural Bodybuilding, das auf natürlichen Muskelaufbau ohne Präparate setzt. Betreibt ihr Bodybuilding, möchtet eure Muskeln aber nicht auf Biegen und Brechen denen der herkömmlichen Profi-Bodybuilder anpassen, solltet ihr zum Natural Bodybuilding wechseln. In Verbänden wie dem deutschen GNBF (German Natural Bodybuilding & Fitness Federation) organisieren sich die „natürlichen Bodybuilder“ und veranstalten eigene Meisterschaften, auf denen ihr eine Chance auf den Sieg habt, ohne irreparable körperliche Schäden in Kauf nehmen zu müssen.

Image: Alen Ajan 2012 – Fotolia

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