Muskelaufbau

Machen Muskeln wirklich attraktiver?

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Viele Männer befinden sich in einer Art Muskelwahn, um mehr Aufmerksamkeit bei Frauen zu erlangen. Sie rackern sich im Fitnessstudio ab, um durch ihre gestählten Körper endlich besser auszusehen. Das Motto vieler Bodybuilder: Den eigenen Körper als Kapital einsetzen, um die Frauenwelt zu beeindrucken. Doch sind Muskelpakete wirklich attraktiver als der Durchschnittsmann?

Evolutionsbiologisch: Mehr Muskeln, mehr Beute

Evolutionsbiologisch steht Muskelmasse für einen gesunden Körper, einen höheren Testosteronspiegel und eine gesteigerte Leistungsfähigkeit – also für größere Überlebenschancen des Mannes und der Nachkommen.

Allerdings kann ein zu hoher Testosteronspiegel auf lange Zeit gesehen auch die Lebenszeit verkürzen (Quelle Welt.de) und Muskelmasse hat neben Vorteilen für Kraft und Ausdauer auch Nachteile: Sie frisst Energie. Da früher kein Nahrungsüberfluss herrschte wie man es heute in der westlichen Welt gewohnt ist, konnte es schnell heißen: zu viel Muskelmasse, zu viel Nahrungsbedarf, schlechtere Überlebenschancen. In Zeiten schwieriger Nahrungsbeschaffung waren Muskeln also ein eindeutiger evolutionärer Nachteil.

Der gescheite Vogel fängt den Wurm

Auch heute spielen evolutionäre Faktoren bei der Partnerbeschaffung eine große Rolle. So sind muskulöse Männer auf den ersten Blick sexuell attraktiver – weil sie physische Gesundheit repräsentieren – und dementsprechend auch sexuell aktiver. Sie werden allerdings von Frauen nicht bevorzugt für längere Partnerschaften ausgesucht. Warum? Vor allem deshalb, weil physische Gesundheit alleine nicht ausreicht, um die Weitergabe und den Schutz des eigenen Genpools zu sichern. Hierzu bedarf es vieler anderer Faktoren, die nichts mit dem Körper zu tun haben, so beispielsweise Intelligenz, Geschick, Aufrichtigkeit, Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen.

Laut einer australischen Studie der Finders University törnt zu viel Muskel-Tuning sogar ab: „Zwar erregen gut gebaute Männer, die zu viel Muskeln spielen lassen, sexuelle Aufmerksamkeit. Doch dieses Phänomen ließe sich eher mit den Schwanzfedern eines Pfaues vergleichen, der ein Weibchen anlocken will, so die Forscher. Wirklich nachhaltig wirken „echte“ Werte. Und dazu zählen Charaktereigenschaften und Bildungsniveau (Quelle).

Was empfinden Frauen dann als attraktiv?

Wichtig: Egal wie der Körper aussieht, Frauen mögen es nicht, wenn Mann sich zu viel Mühe gibt, sie zu beeindrucken. Weder mit dem Auto, der Designer-Uhr, dem Job, noch mit dem Körper.

Der Versuch, um jeden Preis eine Frau zu beeindrucken, strahlt keine Stärke, sondern vielmehr Unsicherheit aus. Von selbstbewussten Männern werden Frauen hingegen angezogen.

Attraktivität und Muskelmasse sind also zwei Paar Schuhe. Anziehungs-Experte Anchu Kögl gibt auf got-big.de den Tipp, wer einen schönen, ästhetischen und gesunden Körper will, sollte trainieren und auf die Ernährung achten. Mehr Erfolg bei Frauen bekommt man dann, wenn man auch gleichzeitig selbstbewusst auf diese zugeht.

Fazit: Frauen wollen beschützt werden. Das schafft körperliche Fitness – aber nur gepaart mit mentaler Stärke. Wichtige psychische Faktoren sind dabei Ehrlichkeit und Selbstbewusstsein. Also nicht vorgeben, jemand anderes zu sein, sondern authentisch bleiben.

Bild: detailblick – Fotolia

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