Ernährung

Low Carb und Atkins: Was taugen die Diätkonzepte?

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Im Gegensatz zu den strengen Hungerdiäten hat sich schon seit längerer Zeit die sogenannte Low-Carb-Diät entwickelt. Sie beruht auf dem System, dass grundsätzlich alles in beliebiger Menge gegessen werden darf, ausgenommen Kohlenhydrate.

Den Körper zum Glück zwingen

Mit dieser Ernährung soll der Blutzuckerwert dauerhaft niedrig gehalten werden und der Körper dazu gezwungen werden, das Fett aus den Reserven zu verbrennen. Biologisch lässt sich das so erklären: Kohlenhydrate werden in Zucker gespalten, der im Glycogenspeicher gelagert wird, Fette werden in Fettzellen gespeichert. Da der Glycogenspeicher praktisch kein Volumen im Körper beansprucht, zielen alle Diäten darauf hin, die Fettreserven abzubauen.
Wird Nahrung aufgenommen, verbrennt der Körper grundsätzlich als Erstes den Zucker, also die gespaltenen Kohlenhydrate. Erst wenn der Glycogenspeicher vollständig leer ist, wird das Fett in Zucker umgewandelt und zur Verbrennung bereitgestellt.
Die Low-Carb-Diät setzt nun genau in diesem Punkt an, in dem sie die Zufuhr von Kohlenhydraten, also von Zucker, unterbindet und so den Körper dazu bringt, das Fett zu verbrennen.

Grundsätzlich wird den kalorienreduzierten Diäten eine hohe Wirksamkeit zugesprochen, da bei ihnen keine Mangelerscheinungen aufgrund sehr stark eingeschränkter und reduzierter Nahrungsaufnahme auftreten, der Körper also keine Notzeit erfährt und daher auch nicht das Bedürfnis empfindet, nach der Diät noch mehr Nährstoffe einzulagern als zuvor. Der gefürchtete Jo-Jo-Effekt bleibt also aus.

Die Nachteile beachten

Allerdings gibt es – wie in allen anderen Bereichen auch – ein Mittelmaß. Wird dieses überschritten, so können schnell Nachteile daraus entstehen. Die Atkins Diät, eine Form der kalorienreduzierten Diät, schreibt zu Beginn eine nahezu kohlenhydratlose Ernährung vor. Diese verbietet somit wegen des Fruchtzuckers allerdings auch viel Obst und Gemüse und setzt auf Fett als Nährstoffträger. Diese Massen an Fett entsprechen jedoch keiner ausgewogenen Ernährung. Darüber hinaus entsteht ein Vitaminmangel.

Auf Dauer ist die Atkins Diät also eher gesundheitsschädlich, jedoch ist der Ansatz der Überlegung durchaus positiv.
Zu einer dauerhaften Ernährung gehören jedoch mindestens 100g Kohlenhydrate am Tag, damit keine Mangelerscheinungen entstehen.
Hier ist eine dauerhafte Diät mit wenigen, aber nicht gänzlich verbotenen Kohlenhydraten durchaus gesund und bringt den Körper zum Abbau des Fettes, allerdings sollten gesundheitsbewusste Abnehmer von diesen Radikaldiäten lieber Abstand nehmen.
Eine maßvolle Ernährung mit viel Obst und Gemüse anstelle von Teigprodukten und Kartoffeln und ausreichend Bewegung sind wohl somit der beste Ansatz, gesund und auf Dauer abzunehmen.

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