Trainingsmethoden

Kreuzbandriss – Gefahr einer Verletzung beim Sport besteht immer

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Zu den schlimmsten Verletzungsgefahren beim Jogging und anderen Sportarten gehört der Kreuzbandriss. Die Kreuzbänder sind zwei sich im rechten Winkel überkreuzende Bänder im Knie. Sie verlaufen von der Mitte des Schienbeins zum Oberschenkelknochen.

Ein Riss kann entweder am vorderen oder am hinteren Kreuzband auftreten. Wenn es ganz schlimm kommt, sind beide Kreuzbänder kombiniert gerissen. Aber es ist nichtmal nötig, dass das Band ganz durchreißt, ein Anreißen der Kreuzbänder reicht bereits, um immense Schmerzen hervorzurufen.

Ursachen für einen Kreuzbandriss finden sich entweder in rapiden Bewegungsänderungen beim Sport, oder in einem kontaktstarken Unfall, der frontal Kraft auf das Knie ausübt. Im ersten Fall kommt es meistens eher zu einem Anreißen oder einem glatten Riss des Bandes ohne Knochenbeteiligung. Im zweiten Fall reißt meistens sowohl das vordere, als auch das hintere Kreuzband und die Gelenkkapsel wird außerdem beschädigt.

Vorbeugen lässt sich so einem Unfall leider nur schwer. Wenn man Pech hat, erwischt es einen – so könnte man das Problem mit dem Kreuzbandriss zusammenfassen. Trotzdem, ganz unbefangen ist der Sportler nicht, was die Vorsorge vor einer derartigen Verletzung betrifft.

Ganz wichtig ist: Immer aufwärmen. Gerade wenn draußen Sport getrieben wird, ist es immens wichtig, sich aufzuwärmen und so Sehnen und Gelenke dehnbar zu halten. Auch sollte man sich nicht überanstrengen, ein Ratschlag, der gerade bei Fitnessübungen leichter einzuhalten ist, als bei anderen Sportarten.

Konsequenterweise sind Dehnübungen ebenfalls wichtig. Auch hier ist zu beachten, dass man nicht übertreiben sollte, weil man sonst einer Überanstrengung der Sehnen und Bänder eher entgegenarbeitet, als diese zu verhindern.

Wirklich ausschließen kann man einen Kreuzbandriss in keinem Fall. Es ist aber möglich, die Wahrscheinlichkeit für so eine Verletzung zu reduzieren, indem man sich an die Regeln hält und sich richtig auf den Sport vorbereitet.

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5 Comments

  1. Hannes Christiansen

    9. Juli 2008 at 17:24

    Interessanter Artikel. Von Kreuzbandrissen hört man ja doch recht häufig als schwere Verletzung. Bei einfachen Sportarten, Kraftübungen oder beim Laufen dürfte es aber sehr selten dazu kommen. Da sind sehr körperbetonte Sportarten, vor allem das Handball spielen, deutlich „anfälliger“.

  2. Martin

    11. August 2008 at 22:05

    Neben dem Aufwärmen ist auch ein gezieltes auch koordinatives Training der Beinmuskulatur (z.B. mittels Wackelbrett) als Ergänzung und Vorbeugung sinnvoll.

  3. Nici

    30. Januar 2011 at 09:55

    Hallo,
    Ich habe nach langem Joggen häufig schmerzen in den Knien. Das hängt auch stark von Witterung von Untergrund ab – so wie ich das (denke) herausgefunden zu haben. Mein Arzt hat mir Kniebandagen empfohlen, besonders für die kalten Tage. Wenn die Schmerzen unangenehm stark werden, soll ich es auch mit TENS behandeln. Das klappt soweit ganz gut, mache das jetzt seit ca. 6 Monaten so und es fühlt sich insgesamt deutlich besser an.
    Nici, viele Grüße!

  4. Patrick Eurich

    31. Januar 2011 at 18:08

    Hallo,

    ich stimme Martin voll und ganz zu. Ein Koordinationstraining kann helfen Kreuzbandrissen oder schmerzenden Knien vorzubeugen.
    @Nicci: Ich würde Dir auf jeden Fall ein solches Training empfehlen. Mit Bandagen nimmst Du Deiner Muskulatur Stabi.-arbeit ab und sie passen sich nicht an. Also lieber Koordination und Bandagen weglassen.
    Mit Dehnen/Streching vor sportlichen Belastungen wäre ich sehr vorsichtig. Dehnen kann zu einer Störung der Muskelaktivierung führen. Durch langes Dehnen werden Rezeptoren in den Sehnen und der Gelenkkapsel desensibilisiert. Diese Rezeptoren sind für eine gute Muskelarbeit unverzichtbar. Wenn Dehnen vor Belastung dann reflektorisch. Streching höchstens nach der Belastung.

    MfG Patrick Eurich

  5. hörsport-olaf

    2. Februar 2011 at 14:41

    Ob Bandagen im Fall von Nici wirklich so vorteilhaft sind, stelle auch ich mal in Frage. Ein ansprechendes Koordiantionstraining und ein wenig Kräftigung durch komplexe Übungen kann bei Kreuzbandproblematiken vorbeugend und vor allem als Therapiemaßnahme eingesetzt werden.

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