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Kinder psychisch kranker Eltern stärken

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Psychische Erkrankungen sind auf den ersten Blick oft nicht sichtbar. Das heißt aber nicht, dass davon nicht viele Menschen betroffen sind. Forscher versuchen jetzt eine Hilfestellung für Kinder von betroffenen Eltern zu entwickeln, da sie oft darunter zu leiden haben.

Prof. Dr. Christina Schwenck von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) arbeitet mit fünf weiteren Hochschulen am Projekt "Emotionsverarbeitung und -regulation bei Kindern von Eltern mit psychischer Erkrankung (COMPARE-emotion)". "Mit ihrer Forschung tragen sie dazu bei, dringend benötigte kindgerechte Therapien und Präventionsansätze zu entwickeln, damit psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen möglichst vermieden werden können", sagt Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der JLU.

Schätzungen zufolge haben rund 4,75 Millionen Minderjährige in Deutschland mindestens ein psychisch erkranktes Elternteil. Ohne eine Betreuung fühlen sich Kinder schnell selbst verantwortlich für die Verhaltensveränderungen beim Elternteil. Auch das eigene Risiko einer psychischen Störung gilt beim Nachwuchs als erhöht. "Es ist daher dringend notwendig, präventive Angebote zu initiieren, um den Teufelskreislauf zu durchbrechen und zu verhindern, dass die Kinder selbst erkranken", erläutert Projektleiterin Christina Schwenck. "Faktisch bestehen in unserem Gesundheitssystem jedoch kaum Möglichkeiten, sich diesen Kindern zu widmen, solange sie selbst noch nicht erkrankt sind." Die Wissenschaftler wollen jetzt herausfinden, ob begleitende Therapien und eine rechtzeitige Weiterbildung der Eltern dabei helfen können, betroffene Kinder besser zu schützen.

Fotocredits: Pexels / Pixabay.com / CC0
Quelle: GLP mp

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