Ausdauer

Joggen: Pfefferspray als mentale Hilfe gegen Hunde

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Hund gegen Jogger! Eine Begegnung, die bei vielen Läufern eine angespannte Situation darstellt. Zur Entspannung eignet sich Pfefferspray – doch dabei wollen wir keinen animieren, dieses auch einzusetzen. Dafür ein kleiner mentaler Tipp!

Ich für meinen Teil gehöre zu der Fraktion der tierlieben Menschen. Daher habe ich auch keine „Probleme“, wenn ich beim Joggen im Wald plötzlich auf einen Passanten mit seinem unangeleinten Hund treffe. Doch es gibt verständlicherweise auch Läufer, die nicht so gut mit Hunden können. Sei es wegen einer Bissattacke von anno dazumal oder weil man einfach Angst vor Bello und Co. hat.

Wie sich vor einem Hund verhalten?

Doch jeder sollte berücksichtigen und bedenken, dass ein Hund immer auf das Verhalten eines Läufers reagiert. Wenn man an einem Hund vorbeiläuft, darf man ihm auf keinen Fall in die Augen gucken. Der Hund fühlt sich dadurch provoziert und wird aggressiv. Am besten man demonstriert Selbstbewusstsein und läuft den Hund ignorierend vorbei und grüßt gegebenenfalls dessen Besitzer.

Pfefferspray schützt

Für viele Läufer gilt jedoch: Leichter gesagt als getan – ist doch die Angst vor Hunden nicht so leicht auszuschalten. In diesem Fall kann Pfefferspray helfen. Wobei hier nur die Rede vom Mitführen ist. Denn allein durch den Besitz dieser „Schutzwaffe“ fühlt sich die betroffene Person viel sicherer und strahlt letztendlich Selbstbewusstsein und –sicherheit aus. Dadurch wird der Hund sich auch einen feuchten Kehricht um den Läufer kümmern.

Reicht das immer noch nicht, kann der Läufer das Pfefferspray vorsichtshalber in der Hand halten (aber bitte nicht einsetzen). Als letzte Alternative bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als den Hund samt Passanten großzügig zu umgehen.

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2 Comments

  1. jogger03

    4. September 2011 at 08:26

    Ich würde mich als Tierfreund bezeichnen. Hätte ich einen Hund, würde ich ihn im Wald nicht anleinen wollen. Aber ich würde darauf achten, dass er andere Passanten nicht anspringt, nicht auf sie zuläuft oder sich auf dem Weg so breit machen, dass Entgegenkommende den Waldweg ins hohe Gras oder Unterholz verlassen müssen.
    Ich bin Jogger und Wanderer und das was ich teilweise mit Hunden und deren Besitzern erlebe, weicht in erschreckender Weise von einem rücksichtsvollen Verhalten gegenüber anderen ab.
    Es gibt Hundehalter, die bleiben stehen, greifen Ihrem Hund ans Halsband und warten bis entgegenkommende vorbei sind. Andere rascheln in der Tasche, was bewirkt, dass der Hund nur noch auf die Tasche fixiert ist und andere Passanten nicht mehr wahrnimmt. In beiden Gruppen ist für mich zu erkennen, dass diese Hunde derart beaufsichtigt werden, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht, wie es auch in Gesetzestexten gefordert ist.
    Einigen Hundebesitzern mangelt es jedoch an sozialem Verhalten. Begegnet man diesen auf einem Waldweg, gibt es einen Konflikt. Es wird sich weder bemüht, den oder die eigenen Hunde vor Kontakt mit anderen fern zu halten oder eine Situation zu schaffen, die in erkennbarer Weise keine Gefahr darstellt.
    Auf Grund fehlender klarer und länderübergreifender gesetzlichen Regelungen fühlen sich diese Hundebesitzer auch noch zu unrecht bestärkt und legen gegenüber anderen Passanten ein äußerst gleichgültiges Verhalten an den Tag.
    Für diesen Teil der Hundehalter werde ich aufrüsten und künftig Pfefferspray mitnehmen. Bei dem Einsatz von Pfefferspray ist es sehr bedauerlich, dass der Hund getroffen wird, da das Fehlerhalten aus meiner Sicht nicht vom Hund ausgeht. Sondern vom Halter.

  2. Indiana

    14. September 2011 at 16:32

    Hallo zusammen,

    Ich gehe Laufen (4 x pro Woche) und ich gehe mit meinem Hund spazieren (7 x pro Woche). Ich selbst gehöre zu den Menschen, die ihren Hund immer rannnehmen, wenn Leute entgegenkommen, denn man weiß nie, ob diese nicht Angst vor Hunden haben.

    Die Idee, Pfeffer-Spray mitzunehmen, finde ich aber schrecklich. Das Recht, dieses gegen den Hund einzusetzen, wäre erst bei einem Angriff gegeben. Sollte der Hund nur bellen oder knurren und ein ängstlicher Läufer setzt das Spray vorschnell ein, drohen auch straf- und zivilrechtliche Konsequenzen wegen Sachbeschädigung und wegen des Sachschaden (z.B. Tierarzt).

    Selbst wenn der Hund gefährlich ist – und das sind nur sehr sehr wenige – treffen Sie als Läufer dann auf einen Hundehalter, der ggf. ein vergleichbares Agressionspotential hat wie sein Hund – und diesen hätten sie dann gerade sehr wütend gemacht. Bedenken Sie immer: Für den Hundehalter ist der Hund ggf. wie ein Kind.

    Gerade als Mensch, der Angst vor Hunden hat, muss ich mich fragen, ob diese Angst OBJEKTIV gerechtfertigt ist. In einer Konfliktsituation wird dies aber nicht möglich sein. Der angemessene Einsatz einer solchen Waffe ist dann ggf. nicht objektiv begründbar.

    Deshalb: Bleiben Sie stehen. Fixieren Sie den Hund nicht. Gehen Sie langsam an ihm vorbei. Rufen Sie nach dem Halter. Wenn der Hund auf Sie zukommt und Interesse zeigt, sprechen Sie mit dem Hund (möglichst hoch).

    Sprechen Sie dann den auf Sie vernünftig wirkenden Hundehalter an. Sie gehen dort doch öfter laufen und das tut auch der Hundehalter. Lösen Sie das Problem für die Zukunft. Sollte es ein nicht so verständnisvoller Zeitgenosse sein, melden Sie den Fall an die Stadtverwaltung.

    Ich denke so viel Kompromissbereitschaft muss man an den Tag legen, denn Laufen kann man auch in der Stadt, auf Radwegen oder auf dem Fußballplatz. Wenn ich unbegründet viel Angst vor Hunden habe, sollte ich dort laufen, wo Hunde an der Leinen zu führen sind, auch wenn das bedeutet, dass es nicht die schöne Landschaft ist. Der Hund ist meist freundlich und kann nichts für ihre Angst.

    Setzen Sie aber bitte kein Pfeffer-Spray gegen den Hund ein, weil er ihnen (subjektiv) Angst macht. nehmen Sie sich lieber ein akustisches Gerät oder Leckerlies mit und lassen Sie die Wut beim Halter ab.

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