Muskelaufbau

Drei Irrtümer über den Muskelaufbau

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Wer mit dem Kraftsport anfängt, bekommt zu Beginn viele gutgemeinte Ratschläge. Doch nicht alles, was einem erzählt wird, ist auch wahr. Würde man einigen Irrtümern Glauben schenken, könnte das sogar fatale Folgen haben: von ineffektiven Work-outs bis hin zu körperlichen Schäden. Daher kläre ich dich heute über drei hartnäckige Mythen auf, die häufig die Runde in Fitness-Centern machen.

Irrtum 1: Wer massenhaft Muskeln besitzt, ist topfit

Vielleicht hast du 2014 erst mit dem Krafttraining begonnen, bewunderst im Studio die „Muskelprotze“ und wünschst dir insgeheim, bald auch so auszusehen. Meist setzt man bei einem muskulösen Körper auch optimale Fitness voraus. Es stimmt zwar, dass Muskeln sportlich wirken, doch auch einem muskelbepackten Menschen kann schnell die Puste ausgehen. Denn wer lediglich beim Bankdrücken Vollgas gibt und die Ausdauergeräte meidet, baut keine gute Kondition auf. Bei einem Muskelaufbau sind lediglich kurze Krafteinsätze vonnöten, wobei das Herzkreislaufsystem kaum gefordert wird. Ein gesunder Mix aus Krafttraining und Ausdauertraining ist daher optimal. Muskeln stärken das Selbstbewusstsein und tragen zu einer guten Haltung bei. Eine gute Rücken- und Bauchmuskulatur hilft außerdem dabei, Fehlhaltungen vorzubeugen.

Irrtum 2: Wer viele Muskeln möchte, benötigt Eiweißpräparate

Eiweiß bildet den größten Anteil der Muskeln. Doch wer meint, nur mithilfe von Eiweißpräparaten Muskeln aufbauen zu können, der irrt. Denn ohne Sport – sprich ohne den Einsatz der eigenen Muskelkraft – können auch keine Muskeln wachsen. Ein Muskelaufbau ohne Übungen ist nur in der Fantasie der Präparate-Hersteller umsetzbar. Statt jede Menge Eiweißpräparate zu sich zu nehmen, sollte man lieber auf Fleisch oder Milchprodukte setzen. Diese genügen vollkommen, um den Eiweißbedarf eines Sportlers auszugleichen. Expertentipp: Um Muskeln effektiv aufzubauen, solltest du täglich 100 Gramm Eiweiß zu dir nehmen.

Irrtum 3: Muskelkater ist ein Garant für gutes Training

Wenn der Bizeps nach dem Oberarmtraining schmerzt, sind viele Kraftpakete stolz. Doch ein Muskelkater ist kein Indiz dafür, die Muskeln optimal gefördert zu haben. Stattdessen zeigt er an, dass die Muskeln überreizt wurden. Werden diese hart und setzt ein unangenehmes Ziehen ein, sind kleine Muskelfasern verletzt. Ist das der Fall, solltest du auf gar keinen Fall gegen den Muskelkaterschmerz angehen, indem du weitertrainierst. Denn so können sich die kleinen Verletzungen noch verschlimmern. Besser sind sanfte Bewegungen, Wärme und Saunaanwendungen, um die Schmerzen zu lindern und die Regeneration zu fördern.

IMG: dundanim – Fotolia

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