Ernährung

Blutrguppendiät: Unterschiedliche Nahrung für verschiedene Blutgruppen?

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Die Blutgruppendiät geht davon aus, dass für jede der vier Blutgruppen eine andere Ernährung optimal ist. In der Forschung ist man sich bislang nicht einig, warum es verschiedene Blutgruppen gibt.

Blutgruppen © digiom/Flickr

Peter D’Adamo erfand die sogenannte Blutgruppendiät. In diesem Ernährungsansatz geht man davon aus, dass Menschen mit verschiedenen Blutgruppen auch blutgruppenspezifische Nahrung brauchen. In der Theorie heißt es, dass das Blut eine körpereigene Chemie darstellt, die mit der zugeführten Nahrung entsprechend reagiert. Deshalb muss ein Lebensmittel, welches bei Angehörigen der einen Blutgruppe beispielsweise verdauungsfördernd oder fettverbrennend wirkt, auf die Angehörigen einer anderen Blutgruppe nicht unbedingt die gleichen Auswirkungen haben.

Blutgruppendiät: Unterteilung in vier Typen

In der Blutgruppendiät unterscheidet man vier Blutgruppen, die unterschiedliche Lebensmittel zu sich nehmen sollen, um letztendlich das gleiche Ziel zu erreichen – nämlich den Gewichtsverlust. Die Blutgruppendiät ist keine Diät im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Empfehlung, welche Nahrungsmittel für die jeweilige Gruppe zu vermeiden sind. Dadurch sollen diverse Krankheiten und eben auch Fettleibigkeit minimiert werden.

  • Wer der Blutgruppe 0 angehört, sollte laut Empfehlung D’Adamos auf Milchprodukte, Weizen, Kohl, Erdnüsse und Kartoffeln verzichten und statt dessen lieber Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse in seinen Speiseplan aufnehmen. Das in Weizen enthaltene Gluten macht er verantwortlich für die Gewichtszunahme in dieser Gruppe.
  • Vertretern der Blutgruppe A rät er zu Sojaprodukten, Getreide, Obst, Gemüse und Fisch. Die meisten tierischen Produkte wie Fleisch, Wurst, Eier und Milchprodukte sollten nicht oder nur wenig verzehrt werden.
  • Wer sich in Blutgruppe B wiederfindet, sollte bei Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukten zuschlagen, dagegen Weizen, Nüsse und auch Geflügelfleisch meiden.
  • Personen mit Blutgruppe AB rät er zu mehr Tofu, Fisch, Fleisch und Gemüse. Dagegen sollten rotes Fleisch, Mais und Kidneybohnen nicht allzu oft auf dem Speisezettel stehen.

Kritik an der Ernährung nach Blutgruppen

Der wissenschaftliche Beweis für die Richtigkeit seiner Thesen ist allerdings bis heute noch nicht erbracht. Der größte Kritikpunkt an der Blutgruppendiät ist die Tatsache, dass D’Adamo die Zubereitungsart und die damit veränderte Zusammensetzung der Moleküle völlig außer Acht lässt, was die ganze Theorie wenig aussagekräftig macht. Auch die Behauptung, dass mit der spezifischen Ernährung Krankheiten und auch Übergewicht vorgebeugt werden kann, ist nicht gesichert und führt leicht in die Irre.

 

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