Muskelaufbau

Arginin, Kreatin und Glutamin unter der Lupe: Die Muskelprotze der Aminosäuren stellen sich vor

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Aminosäuren sind eine der „Wunderzutaten“, die bei Muskelaufbau allseits beschwört werden, aber was genau steckt dahinter, wie viel ist zu viel und was sollte man beachten?

Aminosäuren werden auch als „Bausteine“ der Proteine bezeichnet, ca. die Hälfte der bekannten Aminosäuren werden in unserem Körper produziert, den Rest nehmen wir für gewöhnlich mit der Nahrung auf. Nun wird bei extensivem Muskeltraining häufig darauf hingewiesen, dass man zum Muskelaufbau vermehrt Aminosäuren zu sich nehmen soll, auch in künstlichen Präparaten. Aber wie hilfreich ist dieses Vorgehen wirklich?

Arginin

Arginin gehört zu den Aminosäuren, die der Mensch durch Nahrung aufnehmen muss, allerdings ist sie nur bedingt essentiell (heißt, der Körper kann sie selbstständig herstellen, ohne bestimmte Nahrungszufuhr). Schwer ist es nicht, den Arginin-Haushalt oben zu halten, denn es befindet sich in relativ vielen, leicht zu erstehenden Lebensmitteln, etwa Hähnchen, Nüsse, Lachs, Eier, Milch und ungeschältem Reis, wer also zusätzlich auf gesunde Ernährung setzt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Im Body Building gehören Arginin Kapseln und Pulver zu den Supplements, die zusätzlich zum Training und der Eiweißreichen Ernährung empfohlen werden, allerdings gab es noch nicht direkt wissenschaftliche Beweise dafür, dass die Supplements a.) wirklich besser wirken als das Arginin in Lebensmitteln und b.) tatsächlich erhöht benötigt werden, wenn Muskeln aufgebaut werden. Vielmehr hat man bei Krankheiten wie Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, nach Unfällen aber auch unter Stress und in der Wachstumsphase erhöhten Bedarf. Auch wird es als Supplement benutzt, wenn der Mann an Erektionsstörungen leidet, wobei selbst da Studien unschlüssige Ergebnisse vorwiesen. Noch hat es jedoch keine Studien gegeben, die besagen, dass Arginin-Zufuhr schaden kann, nur bei Fällen von Herzkrankheiten, sollte man vorsichtig sein.

Kreatin

Creatin, bzw. Kreatin ist im Grunde eine synthetische Ableitung der Aminosäure Glycin, die ebenfalls nur bedingt notwendig ist, aber allgemein für die Entwicklung und Funktion der Organe, insbesondere des Fortpflanzungsorganes zuständig ist. Ähnlich wie bei Arginin ist eine Supplementierung bei Stress, in diesem Fall aber auch besonders Hochleistungssport sinnvoll.

Für den Muskelaufbau gibt es keine negativen Studien, was die Verwendung beim Muskelaufbau betrifft, allerdings nur dann, wenn man ganz genau darauf achtet, wie hoch die Dosis ist, da diese gerade bei nicht natürlichen Mittel schnell weit über dem empfohlenen Limit liegt. 5g Kreatin sind beispielsweise mit rund einem Kilo Rindfleisch zu vergleichen, was sicherlich keiner normalen Ernährung entspricht. Als Muskelsupplement ist Kreatin vor allem dann hilfreich, wenn es um kurze Maximalleistungen geht, weshalb normaler Leistungssport weniger danach verlangt, wohl aber Gewichte stemmen u.Ä.

Bei einer Überdosierung wird das überschüssige Kreatin meistens nur über den Urin ausgeschieden, in seltenen Fällen kann es zu Muskelkrämpfen kommen, die aber mit Magnesium gedämpft werden können. Die allseits veröffentlichten Nachteile, dass Kreatin Nieren-schädigend ist, konnten auch nach Studien nicht bestätigt werden.

Worauf man jedoch besonders achten sollte, ist die Reinheit des Kreatins bei einer künstlichen Zunahme zu beachten. Niedriger als 99,95% sollte der Anteil nicht liegen. Wie bei allen Supplements sollte man einfach vorher mit seinem Arzt sprechen, um eventuelle physikalische Einschränkungen zu vermeiden.

Glutamin

Glutamin hält gesund und fit, so heißt es zumindest. Es hält den Blutzuckerspiegel intakt und sorgt für Energie. Dass Glutaminmangel direkt nach Operationen zu verzeichnen ist, zeigt auch, dass ein gesunder Körper immer genug Glutamin im Haushalt hat. Natürlich kommt Glutamin in Schinken, Käse und Truthahn, aber auch in Eiern, Hühnchen und Milch vor.

Glutamin hilft – wie Arginin und Kreatin auch – gegen Stress und hohen Blutdruck, bei einer Überdosis kann es jedoch zu Hautreizungen kommen, außerdem sind Menschen, die an Epilepsie oder Manie leiden gefährdet, dass sich die Krankheiten verschlimmern, weshalb es auf jeden Fall notwendig ist, vor regelmäßiger Einnahme zusätzlicher Glutamin-Quellen den Arzt zu kontaktieren.

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